Naxos antio

2024

In Naxos ist es noch wärmer und natürlich voller geworden. Die Busse fahren jetzt halbstündlich zu den Stränden. An unserem Strandteil haben sich Menschen aus einem Alpenland niedergelassen und beginnen den Tag gern mit Alfa. So werden Gespräche lauter und auch die Verbindungen zur Firma zuhause deutlicher. Was passiert hier gerade?  

Beim Spaziergang in den Süden erfahre ich, dass Sunbeds bei Petrino nun 30 kosten und die von Nektarios vom Camping 20. Also nichts für uns. Abends hole ich uns was zu essen und wir sitzen damit auf unserer Dachterrasse. Da ist etwas leichter Wind vom Meer zu spüren.  

Das Thermometer steigt auf über 36 Grad. Saharastaub kommt hinzu und macht uns das Atmen schwer. Da uns die Alpenmänner am Strand nerven, suchen wir neue ruhige Ecken. Bei Vlassys ist es nun auch voll. Junge Engländerinnen sorgen für Stimmung.

Die Hitze steht, Ramona bleibt im kühlen Zimmer und ich mache eine Fototour durch die City und besorge mir vorher neue Batterien für meine Kamera bei Germanos. 

Als dann EU-Wahl ist, besuche ich Dimitri, der jetzt wieder im Tohu arbeitet. Die Freude ist groß. Er zeigt mir Bilder aus der Schweiz, die er nach dem letzten Herbst besucht hat. Wir überlegen, wo man in der Hitzewelle der nächsten Tage überhaupt Sunbeds auf körnigem Strand findet. Nicki rät, über Stelida zum nördlichen Teil des Prokopi zu fahren. Da soll es nicht so stauben.  

Wir nehmen einen Wagen, kommen durch eine reizende Villengegend mit Hotels und Pools und finden am Strand einen halbwegs ruhigen Abschnitt. Da es dort Platten im Wasser hat, dauert es, bis wir einen guten Einstieg ins Meer gefunden haben. Wir sehen, dass etwas weiter weg italienische Pauschalis ihren Spaß am Strand haben. Sie werden mit kleinen schwarzen Mercedesbussen gebracht, deren Motor und Klima natürlich auf dem Parkplatz laufen. Ist das normal?

Wir fahren später noch in Richtung Kastraki, um dort ruhige Abschnitte zu suchen, aber der aufwirbelnde Sand setzt uns zu. Auch hier stehen mitten in der Botanik Neubauten mit Pools. Und wir drehen um.

Auf der Dachterrasse lässt es sich abends aushalten. Als ich uns was vom Filarakia hole, ist gerade letzter Schultag. Schön zu hören, wie Kleine und Große „Ola mazi“ singen zu der Melodie von „We are the world“. Ramona bleibt bei der Hitze zuhause und ich fahre zum Strand und verabschiede mich von Kosta und Dimitri. Die Liegen sind voll, auch Tohu „durfte“ aufbauen. Ich gehe die Strände in Richtung Norden und finde schließlich etwas Freies und Günstiges in ... Prokopios. Wer hätte das gedacht! Bei der Rückfahrt stehe ich natürlich im Bus. Alles voll eben.

Am Sonntag geht es zurück. Der Abschied fällt uns diesmal nicht so schwer. Natürlich gibt es wieder Gepäckprobleme in Athen. Wir kommen mit einer Stunde Verspätung in Hannover an und sind froh, vor dem Flughafengebäude frische Luft atmen zu können.