Wieder da

Mai 2026

Wir sind fast zwei Jahre nicht dagewesen. Draußen vorm Flughafen in Athen treffen wir beim Frappé zufällig auf eine Frau in unserem Alter aus Österreich. Wohin sie will? Na, nach Naxos. Sie wohnt das Sommerhalbjahr in Agia Anna auf dem Land. Wir tauschen unsere Erfahrungen aus und spätestens, als Niki uns am Airport von Naxos empfängt, sind die zwei Jahre aufgeholt und wir sind angekommen. Der Himmel ist grau, Nikis Auto neu und ihre und Nikos Freude so groß wie unsere. Im Boula schmeckt uns das Empfangsmoussaka mit Dakos und zuhause erfahren wir in der Stammrunde mit Niki, Anne und Thomas und Peter, was sonst so passiert ist. Wir schlafen gut.

Weil wir so früh im Mai da sind, gehen wir nach dem Lottofrühstück in Ruhe zur Busstation und sehen nur noch die Rücklichter des Plakabusses. Der Fahrplan ist sehr dünn. Das kennen wir nicht. Also bummeln wir und schauen, was es Neues gibt: Neue Carrentals, das Suzanna ist weg (schade), das Zikos ist leider auch zu (Hinweis auf Boulamatsis), beim Paketabholer stapeln sich die Teile auf dem Bürgersteig, im Liofagos gibt es noch immer tolle Teilchen und an der Ecke des Rückwegs hat die BakersBox aufgemacht. 

Wir bummeln durch die Stadt. Hier ist viel renoviert worden oder in Statespeak verändert. Abends setzen wir uns nicht an die Paralia, sondern suchen das Faliraki auf. Die Suzukis schmecken schlapp. Geht es so weiter?

Das Frühstück bei Niki ist lecker. BakersBox hat gutes Brot. Ramona hat Joghurt mit Obst angerührt. Wir schaffen es, Tiropites und Plakatickets zu 2,50€ mitzunehmen und wären fast in den Prokopibus eingestiegen. Denn es fahren zwei Busse in den Süden, da die Straße zwischen Prokopios und Agia Anna wegen Bauarbeiten nach einem Erdrutsch für Busse gesperrt ist. Also geht es für uns am Airport durch die Felder und an der Neubauansiedlung von Agia Annika vorbei. Als wir beim Plakafe aussteigen, ist wenig los am Strand. Wir nehmen etwas südlicher unsere Liegen und Frappé bei Shaqueel, denn Kosta ist noch in Athen.Es ist windig, das Wasser frisch und der Frappé leckercremig. Beim Bummel nach Süden erkenne ich, dass Nikos und Maria, das Petrino und der Supermarkt noch zu sind.

Wenn es in der Chora windstill und leicht warm ist, ist es am Meer windig und umgekehrt. Der Wind dreht häufig, Sonne und Wolken wechseln sich ab. An manchen Tagen habe ich meinen Hoodie an, so frisch ist es. Im Elliniko vermissen wir Silvia, Jannis klärt uns auf (Gute Nachricht!) und so bringt uns nun Sofia mein Lieblingspastizio. 

Sonntags backt Thomas immer tolle Brötchen und wir frühstücken lange. Am Strand und im Wasser ist es heute sehr angenehm. Ich gehe hoch zu Wabohu und werde von Dimitris mit offenen Armen empfangen. Er hat uns nicht vergessen. Ab morgen geht es auf seine Liegen.  

Wir testen die Souflaki im Kozi und das Pitagiros bei Makis. Dann bemerken wir beim Suchen eines bestimmten Geschenks, dass es im Alten Markt voll geworden ist. Plötzlich ertönt Doorsmusik und wir treten ein bei Marcos und Artemis und werden schnell fündig. Er spielt uns noch Zorbasmusik von Metallica auf dem Smartphone vor. Das crazy!

Der Mai ist nun nicht mehr Vorsaison. Die Paralia füllt sich. Falls irgendwo in den Seitenstraßen Läden aufgegeben werden, werden sie von Rentacarbüros schnell übernommen. Parkplätze sind begehrt, vor allem als wir vom Bus aus sehen, dass der Cinema- und der Stadionparkplatz große Baustellen sind – sicher für Gebäude. Mehrfach kommt der Bus durch die zugestellten Straßen erst nach mehrmaligem Hupen durch. Das auch crazy!

Wir probieren am frühen Nachmittag bei Wabohu Dakos und Falafel und treffen Dimitris' Freund Nikos, der abends im Hurmas an der Paralia arbeitet, doch können uns nach Lesen der Speisekarte nicht für einen Besuch entscheiden. 

Wir suchen lieber den alten Flamingogarten auf, in dem nun Manolis den Taverna Garden betreibt, nehmen Zucchinikeftedes und Octopusnudeln und erleben ein schönes Essen in guter Atmosphäre. Im Kozi ist das Pfännchen mit Dervisomachalades unser Favorit. Aber auch dort soll es hinterher wie im Taverna einen Shot geben. Haben das die Statespeople eingeführt? Schade. Küchlein wären uns lieber gewesen.  

Morgens gibt es wieder klasse süße oder saure Pfannkuchen von Niki, abends klönen wir über die Entwicklung der Inseln und lassen uns zu einem Mezedesabend im Irini's überreden. Schön ist's, mit so vielen Leuten und Töpfchen. Überhaupt sind für uns die Unterhaltungen mit unseren Freunden und Bekannten am interessantesten. Selbst wenn wir zufällig unterwegs auf junge Männer oder Schülerinnen treffen, gibt es gute Gespräche über die Entwicklung der Insel und ihr und unser Leben.

Ab Mitte Mai fährt der Bus wieder über Prokopi und Agia Anna zum Strand. Am Namenstag von Konstantinos und Eleni sind die Tavernen abends voll, wir bekommen ein Eckplätzchen im Boula und schlemmen Imam. Wir geben eine Fahrt ins Hinterland oder hoch nach Apollonas auf und holen nur noch den Reikahonig von Konstantakis. Ramona hat die Luftbelastung gut überstanden. Nächstes Mal sind dann wieder die kleinen Inseln dran, Skopelitisfahren ist ja auch schön.  

Also auf ins ruhige Euböa.