Maisommer

2024

Da die „LH-Freunde“ unsere Flüge auf die späte Nacht umgebucht haben, haben wir in Athen eine tödlich lange Übergangszeit, weil der Naxosflieger natürlich erst mit deutlicher Verspätung abhebt. Wir besuchen das Museum und erfreuen uns an den Bildern.

Naxos erwartet uns grau und warm. Nach leckerem Paputzakia bei Boulamatsis fallen wir müde ins Bett. Das Frühstück im Lotto ist wieder teurer geworden, die Busfahrkarte auch. Am Plaka entdecken wir bei  Vlassys und bei Tohu keine Liegen. Die Lifeguards und blauen Flaggen fehlen auch. So gehen wir bis zum Plakafe und genießen dort Sonne und Meer. Ein schöner Strandtag, wenig Spaziergänger, tolles frisches Wasser.

Vom Lio nehmen wir nach der Rückfahrt viel zuviel Kuchen mit zum Kaffee, sodass wir abends nur wenig essen wollen und das Jassouflaki ansteuern. Das war mal richtig gut. War. 

Graue Tage gibt es mehrere im Mai. Einmal frieren wir auch etwas am Strand. Tohu darf erst ab Mitte Juni Liegen aufbauen, Vlassys schon Ende Mai. Mit der Sprache rückt niemand richtig raus, denn in Prokopios und Agia Anna sind die Flächen mit Sunbeds fast so voll wie im letzten Mai. Und gut belegt. Im Kozi gibt’s wieder Bier aufs Haus und Mousse zum Nachtisch und abends feiern Fußballfans den Sieg von Olympiakos in der Conferenceleague mit lautem Autokorso. In der Nähe der Triaadelfia finden wir etwas abseits von Straße und Staub ruhige Liegen und noch wenige Strandläufer. Als abends Nikos beim Filarakia leckere Suzukis serviert, sind wir angekommen.

Im Hafen baggern sie. Oftmals ist die Straße zu. Wenn Fähren kommen, lenken Polizisten den Verkehr. Manchmal. In Anna bauen sie etwas Großes bis direkt an die Straße. Uns kümmert es nicht. Der Verkehr auf den Einfallstraßen nimmt von Tag zu Tag zu.

Es wird täglich voller am Plaka und an der Paralia. Also bummele ich am frühen Abend durchs Kastro. Die gleichnamige Taverne ist oben umgebaut zu Rooms und unten noch unvollendet. Vom Avaton aus blicke ich mal wieder über die Stadt. In den Gassen sind nur einige Influencerinnen unterwegs.  

Im Elliniko begrüßt uns Silvia, als seien wir gerade eine Woche weg gewesen. Das Pastizio ist nostimo, das Limonenmousse sowieso. Wir bezahlen cash. Auch bei Matsis geht im Mai Kartenzahlung nicht. Ist Naxos doch kein „smart island“? Im Filarakia klappts doch auch. Nicole hat abends Lust auf Spieße und wir reden viel und lange über Familie und über ihre Leidenschaft, dem Fischen.

Die Tage am Strand sind schön wie jedes Jahr. Frappé bekomme ich nun bei Kosta vom „Dream on Plaka“. Der ist besser als vom Plakafe oder anderswo am Strand. Die Abende verscrabbeln wir auf unserem Balkon. Morgens hole ich früh, wenn Nicki noch beim Fischen ist, dunkles Brot vom Bäcker am Elli Park. Weil wir vom Liokuchen noch so satt sind, testen wir endlich nach zehn Jahren zum ersten Mal Pitagyros von Maki. Da hat wohl der Pächter gewechselt. Es schmeckt klasse.

Am Freitag sind wir um eins am Anleger. Ramona liebt Skopelitisfahren. Also auf in die Karibik.