SKoufonissi

2024

Naxos ist voller geworden Ende Mai. Wir machen uns auf nach Koufonissi. Auf einer Treppe der Skopi entdecke ich windgeschützt die rothaarige Anna aus Iraklia. Wir wechseln einige Worte. Warum Koufonissi? Wir wollen in die Karibik. Anna schmollt. Na gut. Maybe, in harvest? Ich sitze ab Schinoussa oben auf Deck neben Ramona in der Sonne. Sie genießt es sehr.

Nikitas holt uns ab und „unsere Wohnung“ vom Herbst ist noch frei. Beim Gang ins Dorf merken wir, wie wenig los ist. Wir sind die einzigen, die bei Nikitas wohnen. Abends schmeckt es im Fos Fanari richtig gut und das Moschari ist mit neun Euro sehr günstig. Wir bummeln und stellen fest, dass ab Montag die Skopi erst halb zehn fährt. Wir können also ausschlafen. Der Rückweg nach dem Einkaufen geht leicht steil hoch und strengt Ramona an. Hat sie wohl doch zu viel Staub vom Plaka oder aus der Sahara geschluckt? Die Bronchien melden sich.

Wir frühstücken mit frischem Brot vom alten Bäcker, dann geht es zu Fuß an Finikas vorbei zum Fanosstrand. Diesmal hat die Taverna auf und wir nehmen die Holzliegen vorn im Schatten. So können wir schnell ins tolle Karibikwasser und danach beim Frappé relaxen. Der Dakos mit den vielen Kapern ist lecker. Die Stimmung ist gut. Die kleinen Boote, die Leute zum Pori bringen, werden voller, auch mehr Fußgänger sind unterwegs. Was für ein schöner Tag! Doch der Heimweg in der Wärme zieht sich.  

Beim Abendbummel erkennen wir einige neue Restaurants, gut gefüllt und preislich oberhalb des Naxosniveaus. Die Linguini Fanari schmecken gut und später besiegt Real Biene Maja in der Championsleague.

Auch den nächsten Tag verbringen wir am Fanos und testen abends leider noch mal die Melissa. Aber ab nun nicht mehr. Erst da fällt mir auf, dass es in Koufo keine Nachtische aufs Haus gibt.

Am Morgen sitzen wir im Hafen im Schatten an der Hauswand und warten und steigen dann aufs Schiff, Ramona nach oben, ich bleibe unten... und begegne dem Reiseschriftsteller Klaus B., der gerade aus Amorgos zurückkehrt. Wir reden über Arion und Bremen und kleine Kykladen. 

Ich stelle fest, dass ich kaum Fotos im Ort gemacht habe. Aber da gibt es bestimmt welche auf Richis Kykladenfieber-Seite, denn er besucht die Insel nach uns und macht immer tolle Bilder.

In Naxos wird weiter gebaggert und wir sind froh, es mit dem Gepäck durch den schattigen Alten Markt hoch zu Nicole zu schaffen.